1983, zur 300-Jahr-Feier der Tuerkenbelagerung, kreierte der damalige Vizebuergermeister und Konditormeister Willibald Schlief eine eigene Suessspezialitaet: die "Original Petersdorfer Tuerkenkugel" - eine Kugel aus Marzipan, Tuerkischem Honig, Kaffee und Bitterschokolade. Er liess sie patentrechtlich schuetzen, ein ungewoehnlicher Schritt fuer eine Konditorei-Kreation, der zeigt, wie ernst man das Produkt in Perchtoldsdorf nahm.
Jahre spaeter fand die Tuerkenkugel einen Partner, der ebenso tief im Ort verwurzelt ist: den Heurigen Drexler-Leeb. Gemeinsam mit einem fruchtigen, feinwuerzigen Riesling und einem kraeftigen Zweigelt aus dem Haus Drexler-Leeb wird die Tuerkenkugel als "Perchtoldsdorfer Symphonie" verkauft - eine Symphonie aus Schokolade und Wein, wie es der Winzer Hannes Leeb formuliert, der ausdruecklich auf die Regionalitaet der Produktkombination verweist. Erhaeltlich ist die Symphonie im Cafe Schlief in der Wiener Gasse 6 und beim Heurigen Drexler-Leeb in der Hochstrasse 65 - als Geschenkidee vor allem zur Weihnachtszeit.
Diese Geschichte ist deshalb bemerkenswert, weil sie bereits genau das vorwegnimmt, was dieses Buchprojekt fuer viele andere Gerichte erst herstellen will: eine bewusste, offizielle Verbindung zwischen einer lokalen Spezialitaet und einem passenden Perchtoldsdorfer Wein.
„Marzipan, Honig, Kaffee - und ein Patent von 1983"
Quelle: meinbezirk.at, cafe-schlief.at, drexler-leeb.at, perchtoldsdorf.at